Das bietet der Himmel in der zweiten Dezemberhälfte: Komet Lovejoy und Co.

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Ein recht heller Komet, farbenprächtige Nebel und Schattenspiele auf Jupiter sind die Highlights zum Jahresausklang.

Pünktlich zu Weihnachten besucht uns ein neuer heller Komet. Sein Name ist C/2014 Q2 Lovejoy. Es ist schon der zweite Schweifstern mit dem Namen Lovejoy, der in diesem Jahr zu sehen ist. Der erste war C/2013 R1. Der neue Komet ist gerade dabei, auf einer Bahn zwischen Mars und Jupiter die Ekliptik unseres Sonnensystem zu durchqueren.

(Bild: Aufsuchkarte für den Kometen Lovejoy. Zum Jahresende hin könnte sich der Komet C/2014 Q2 Lovejoy zu einem Objekt für den Feldstecher entwickeln, konservative Schätzungen gehen von einer Helligkeit von rund 6 mag aus)

Komet Lovejoy wird zum Jahreswechsel hin immer höher über dem Südhorizont zu sehen sein. Aktuelle konservative Helligkeitsschätzungen gehen von einer maximalen Helligkeit von 6 mag bei seinem Perihel etwa am 10. Januar 2015 aus. Aber wie das mit Kometen so ist, wirklich vorhersagen was tatsächlich passieren wird, kann niemand. Zu Heiligabend sollte der Schweifstern etwa 7 mag hell sein und gegen Mitternacht knapp über dem Südhorizont stehen.

Etwas früher am gleichen Abend lässt sich Venus als Abendstern bewundern. Ihr Winkelabstand zur Sonne wird nun immer größer, bis sie Abends kaum zu übersehen ist.

Am 22. Dezember ist Neumond, so dass schwache Objekte besser, und helle Objekte in ihrer ganzen Pracht

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Alleinerziehend und Hartz IV: Alltagskampf bis zur Erschöpfung

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90 Prozent aller Alleinerziehenden sind weiblich, viele von ihnen auf Hartz IV angewiesen. Im Zuge der Agenda 2010 hat sich für viele von ihnen die Situation verschärft – gefordert wird viel, vom Fördern ist nicht viel übrig geblieben. Doch das Jobcenter ist nicht das einzige, gegen das sie Tag für Tag ankämpfen müssen.

Der kleine Ben kommt nach Hause. Seine Oma hat ihn im Kindergarten abgeholt. Jetzt stürmt der Dreijährige die Treppe hoch zu seiner Mutter.

Der Kindergarten öffnet morgens um sechs und schließt nachmittags um fünf – die Arbeitszeiten von Kristin Böhme sind damit nur teilweise abgedeckt. Denn sie arbeitet als Krankenschwester im Schichtdienst. Und sie ist alleinerziehend – ohne die Unterstützung der Oma ginge gar nichts. Glück hatte sie auch, eine halbe Stelle zu bekommen, denn gesucht hatte die Personalabteilung des Krankenhauses eigentlich 100 Prozent-Kräfte.

“Und ich habe dann angeboten, vorwiegend Nachtdienste zu machen, weil das meistens die ungeliebten Dienste sind. Weil ich nicht davon ausgehen kann, hey, ich bin Mutter, ich bin alleinerziehend, ich will vorwiegend Frühdienste haben. Das finde ich unfair, weil die anderen Kollegen haben auch ihre sozialen Verpflichtungen.”

Mindestens eine Woche im Monat muss die Oma bei ihrem Enkel übernachten, damit Kristin Böhme in der Nachtschicht arbeiten kann. Sie selbst schläft vormittags, wenn der Kleine im Kindergarten ist. Und kann dann den ganzen Nachmittag für ihr Kind da sein – das ist ihr sehr wichtig. Meistens geht es raus ins Grüne, auf einen Spielplatz oder zum Mutter-und-Kind-Turnen.

“Trotzdem, dieses Familienbild, Vater, Mutter, Kinder. Wir sind eine Familie. Man strebt ja schon danach und es war sehr schwer für mich, zu akzeptieren, wir sind in dieser Situation alleinerziehend, also alleine. Wirklich sehr lange sehr schwierig, das zu akzeptieren.”

Kristin Böhme ist eine offene und selbstbewusste Frau. Sie heißt anders, aber im Radio möchte sie nicht mit ihrem richtigen Namen erscheinen. Die 33-Jährige wirkt schmal, aber sportlich. Eigentlich hatte Böhme ganz andere Pläne. Sie wollte sich eine Auszeit nehmen und längere Zeit durch Südamerika reisen. Dafür hatte sie lange gespart und schließlich ihren Job im Krankenhaus gekündigt. Doch dann wurde Kristin Böhme ungeplant schwanger. Die Beziehung mit dem Vater ging schon vor der Geburt des Kindes in die Brüche. Am Ende stand Böhme alleine da, mit einem Kind und ohne Job.

Willkür der Bürokratie

“Also, das war eine Erfahrung, ich wünsche das keinem. Das geht so schnell, das war alles nicht geplant gewesen. Um Himmels willen, ein Kind in die Welt zu setzen und Hartz-IV-abhängig zu sein, alleinerziehend zu sein! Sowas, das war für mich das Unding! Und da bin ich ja nun so wirklich plötzlich hingefallen und auch runtergefallen. Und ich dachte, was hast du denn jetzt falsch gemacht? Wo war jetzt der Fehler gewesen? Weil ich meinen Job gekündigt habe und mir eine Auszeit genommen habe?”

Als das Kind auf der Welt ist, bleibt Kristin Böhme nichts anderes übrig, als Hartz IV zu beantragen. Vier Monate lang bezieht sie Leistungen vom Jobcenter – die schlimmsten Monate ihres Lebens, sagt sie. Böhme, die immer für sich selbst gesorgt hat, erlebt die Willkür der Bürokratie. Sie ist überrascht über die Ablehnung, auf die sie als junge Mutter hier stößt:

“Wenn man kein Kind hat, ist alles ganz einfach. Dann bewerbe ich mich, ziehe um, habe einen Job, finde eine Wohnung, fertig. Aber mit Kind ist das alles anders. Und ich fand das so schlimm, dass ein Kind so ein Klotz wird. Nicht für mich, ich habe das nie so empfunden, aber für die Gesellschaft. Auf einmal hat man ein Kind, und eigentlich sollte das was Gutes für die Gesellschaft sein. Dabei ist das nicht so. Dabei ist es wirklich so, man ist der Klotz.”

Böhme sucht sich eine kleine Wohnung, 38 Quadratmeter müssen für sie und das Kind reichen. Das Jobcenter soll die Miete übernehmen. Doch dann kommt ein Brief von der Wohnungsbaugenossenschaft, bei der sich mehrere Monate Mietschulden angehäuft haben. Dass das Amt die Zahlungen eigentlich zugesagt hatte, interessiert den Vermieter wenig.

“Ich weiß noch, als das mit den Mietschulden war, und kein Geld auf dem Konto war. Ich bin wirklich verzweifelt

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EuGH-Urteil: Übergewicht als Behinderung möglich

Laut Richtern ist volle Einsatzfähigkeit am Arbeitsplatz entscheidend
Waage: Übergewicht als Behinderung anzusehen (Foto: pixelio.de, by-sassi)
Waage: Übergewicht als Behinderung anzusehen (Foto: pixelio.de, by-sassi)

 

 

Kirchberg (pte005/19.12.2014/10:02) – Fettleibigkeit kann unter bestimmten Umständen als Behinderung angesehen werden, wie der Europäische Gerichtshof (EuGH) http://curia.europa.eu entschieden hat. Die Richter wurden im Falle eines dänischen Kinderpflegers angerufen, der seinen Job aufgrund seines Übergewichts verloren haben soll. Fettleibigkeit ist laut dem EuGH immer dann eine Behinderung, wenn sie eine volle Mitwirkung am Arbeitsplatz verhindert.

Schutz für Arbeitnehmer

Die Richter betonen jedoch, dass Fettleibigkeit an sich keine Behinderung darstellt. Sie wird jedoch dazu, wenn eine Person durch das Übergewicht langfristige Beeinträchtigungen zu erleiden hat. Diese Menschen sollten durch eine entsprechende Gesetzessprechung geschützt werden.

Anlassfall war eine Klage des Dänen Karsten Kaltoft gegen seine Arbeitgeber, bei denen er seit 15 Jahren beschäftigt war. Kaltoft wiegt rund 160 Kilo. Er wurde vor vier Jahren entlassen. Der Arbeitgeber argumentierte, dass der Rückgang der Kinderzahlen eine Weiterbeschäftigung 

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Schweden/Norwegen: Lauschangriff auf Regierungen

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In Stockholm und Oslo wurden Abhöranlagen in der Nähe von Regierungsgebäuden gefunden. Wer sie betreibt, ist noch unklar. Nun werden die Geheimdienste beider Länder aktiv.

Es riecht nach Kaltem Krieg. Führende Politiker und Staatsbeamte in Norwegen und Schweden werden anscheinend systematisch abgehört. Am Donnerstag berichtete die schwedische Tageszeitung „Dagens Nyheter“ von umfassenden Spionageeinrichtungen in Stockholm. Eine technische Untersuchung im Auftrag der Zeitung ergab, dass nahe der Regierungskanzlei Rosenbad und zahlreichen Ministerien „avancierte Spionage-ausrüstung“ im Einsatz sein soll. Die Abhöranlagen sind demnach als Basisstationen für Mobiltelefone getarnt.

Die Geräte ermöglichen das Mithören sämtlicher über Mobiltelefone geführten Gespräche, von Regierungsmitgliedern bis hin zu Staatsbeamten, schreibt die Zeitung. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sogar das Handy von Ministerpräsident Stefan Löfven abgehört werden könne.

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Entdeckung in Ägypten: Forscher finden Totenstadt mit einer Million Mumien

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Noch nie zuvor wurde ein ägyptisches Grab derartigen Ausmaßes gefunden: 1700 Leichen haben Forscher südlich von Kairo ausgegraben, dicht gestapelt in Schächten. Forscher vermuten, dass es bis zu 1 Millionen Mumien werden könnten.

Ein Grab mit potentiell mehr als einer Million mumifizierten Leichen wurden rund 70 Kilometer südlich von Kairo entdeckt – die Toten wurden dort vor 1500 Jahren vergraben, zwischen dem ersten und siebten Jahrhundert nach Christus, wie „Daily Mail“ berichtet.

(Foto: Mumifiziertes 18 Monate altes Mädchen mit einem Armreif)

Archäologen haben bisher 1700 der Mumien 

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Desaster in Afghanistan: Der verlogene Bundeswehr-Einsatz

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Auch nach Ende der ISAF-Mission will Deutschland Soldaten an den Hindukusch schicken. Doch die Bilanz des Einsatzes ist desaströs – der Westen marschiert in Afghanistan ein und zieht sich am Ende aus der Verantwortung.

Neues für Afghanistan: Zum Jahreswechsel wird die NATO-geführte „International Security Assistance Force“ (ISAF) in Afghanistan aufgelöst – nach dreizehn Jahren. Der Mission am Hindukusch unterstanden zeitweise mehr als 140.000 Soldaten, davon 5.000 aus Deutschland. Inzwischen sind es deutlich weniger, doch ganz abgezogen werden sie nicht. Im Dezember soll der Bundestag über ein neues Mandat abstimmen. Die Diskussion zeigt: Die Politik hat aus dem Desaster in Afghanistan nichts gelernt.

Die Kosten des bisherigen Einsatzes belaufen sich allein für die Bundesrepublik nach Schätzungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung auf 26 bis 46 Milliarden Euro. Dennoch konnten die ISAF-Truppen das Land nie 

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USA schaffen militärisch-polizeiliche Behörde in Deutschland

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Die Behörde heißt „Joint Interagency Counter Trafficking Center (JICTC)“. In ihr arbeiten Agenten des FBI und der US Homeland Security. Die Bundesregierung räumt dem JICTC große Freiheit ein.

Die USA haben in Deutschland eine im Graubereich zwischen militärischer Gefahrenabwehr, Terror- und Kriminalitätsbekämpfung operierende Sicherheitsbehörde aufgebaut. Sie heißt „Joint Interagency Counter Trafficking Center (JICTC)“ und befindet sich beim Zentralkommando der amerikanischen Streitkräfte in Stuttgart, dem US European Command (EUCOM). Dort ist auch das Hauptquartier für die US-Spezialkräfte (Special Operations Command Europe) untergebracht. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion hervor.

Für das JITC ermitteln insgesamt 40 Mitarbeiter mehrerer US-Behörden auf deutschem Territorium. Darunter sind auch Mitarbeiter des nach dem 11. September 2001 eingerichteten US-Heimatschutzes, des amerikanischen Bundeskriminalamtes (FBI), des US-Verteidigungsministerium, des US-Außenministeriums, des US-Finanzministeriums, des amerikanischen Grenzschutzes, des US-Energieministeriums, der amerikanischen Einwanderungs- und Zollbehörde und der amerikanischen Drogenvollzugsbehörde (DEA).

Die US-Behörde hält sich nicht an die in Deutschland geltende strikte Trennung zwischen Verteidigungsaufgaben und Kriminalitätsbekämpfung. In Deutschland darf die Bundeswehr ausdrücklich nicht an polizeilichen 

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Schweizer Notenbank führt Strafzinsen auf Guthaben ein

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Der drohende Kollaps der russischen Wirtschaft, der Erdölpreiszerfall und die unsichere politische Lage in Griechenland zwingen die Schweizer Währungshüter zum Handeln. Weil verunsicherte Anleger ihr Geld massenhaft in den «sichern Hafen» Franken bringen und die von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) festgelegte Euro-Kursuntergrenze von Fr. 1.20 unter Druck steht, führt die Notenbank zur Schwächund des Frankens Negativzinsen ein.

Große Guthaben betroffen

Große Guthaben auf Girokonten der Notenbank werden künftig mit einem Abschlag von 0,25% belastet, teilte die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Donnerstag mit. Die SNB strebt damit an, dass ihr Referenzzins Dreimonats-Libor in den negativen Bereich fällt. Das Zielband für den Dreimonats-Libor wird deshalb 

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Turbo für die Synapsen: Experten warnen vor technischem Gehirn-Tuning

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Mit Elektro-Impuls-Geräten aus dem Internet soll sich die Denkleistung steigern lassen. Die Apparate zeigen in der Tat Wirkung – doch nicht immer bringen sie Nutzern auch die gewünschten Vorteile.

Die Gehirnleistung mit ein paar simplen Stimulationstechniken steigern? Kein Problem, versprechen etliche Anbieter im Internet und versuchen ihre Geräte an den Mann oder die Frau zu bringen. Was die vermeintlichen Heilsbringer jedoch nicht verraten, sind die möglichen schädlichen Nebenwirkungen der Apparaturen. Eine wissenschaftliche Studie der Universität Oxford hat jetzt genau diese Nebeneffekte aufgezeigt.

Hirnstimulatoren sind leicht zu bedienen und lassen sich auch simpel selbst konfigurieren. Die Zahl der Menschen, die sich für den “Boost“ der Hirnfunktion begeistern können, steigt. Doch den meisten ist vermutlich nicht klar, dass sie sich auf ein großes Experiment einlassen, 

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Neuer Katalysator säubert Wasser noch effizienter

Gold-Nanopartikel beschleunigen Reaktion – Wasserstoff wird erzeugt
See: Katalysator säubert und spaltet Wasser (Foto: pixelio.de/R. Eckstein)
See: Katalysator säubert und spaltet Wasser (Foto: pixelio.de/R. Eckstein)

 

 

Singapur  – Forscher vom STAR Institute http://a-star.edu.sg aus Singapur haben einen völlig neuartigen Katalysator entwickelt, der mit Nanopartikeln aus Gold bestückt ist. Wasser lässt sich damit deutlich besser reinigen als zuvor, denn organische Verschmutzungen werden noch effizienter gefiltert. Zudem lässt sich Wasserstoff als grüne Energiequelle herstellen.

Konzentration von Licht

Andy Hor und sein Team verwendeten Sauerstoffverbindungen mit Strontium und Titan, da dies robuste und stabile Materialien sind, die sich auch im Wasser verwenden lassen. Die Forscher haben die Katalysator-Aktivität solcher Verbindungen verbessert, indem geringe Mengen an Lanthan hinzugefügt wurden, womit wiederum zusätzliche Elektrizität generiert werden konnte.

Darüber hinaus fügten die Wissenschaftler Gold-Nanopartikel zur Lanthan-Strontium-Titan-Oxid-Verbindung. Diese goldenen Nanopartikel sind mit Elektronen angereichert, die als Antennen fungieren und damit das Licht konzentrieren, um die Katalysator-Reaktionen zu beschleunigen. Durch die poröse Struktur des 

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